Antikriegstag 2009

Gegen Krieg und Gewalt mit schlauen Köpfen und mitfühlenden Herzen

Auch in diesem Jahr haben sich die Konfliktlotsen der Thomas-Morus-Schule beim Antikriegstag 2009 für Frieden auf der Welt stark gemacht.


Der Antikriegstag erinnert an den Beginn der Kriegshandlungen der Deutschen Wehrmacht am 1.9.1939 und wird vom DGB und der Erich Maria Remarque-Gesellschaft organisiert. 21 Gruppen und Vereinigungen haben sich am Domvorplatz mit dem Motto: „Der Krieg beginnt in den Köpfen!“ auseinander gesetzt. Es gab ein vielfältiges Programm von musikalischen und künstlerischen Darbietungen, Diskussionsrunden sowie Mitmach- und Spendenaktionen.

Die Botschaft der TMS-Konfliktlotsen war im diesem Jahr: „Wenn Krieg in den Köpfen beginnt, beginnt Frieden im Herzen!“ Diese Aussage ist den Konfliktlotsen im Großen und im Kleinen, also auch im eigenen Umfeld wichtig.

Die Konfliktlotsen hatten Fragen und Aussagen zum Thema vorbereitet um mit den Besuchern des Antikriegtages über Kommunikation, mitfühlende Herzen, Einfühlungsvermögen und Rollenwechsel zu diskutieren. Dieses sind wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Streitschlichtung in der Schule. Entscheidend ist, dass Gedanken an Hass, Gewalt und Krieg im Kopf gar nicht erst heran-wachsen.

Zusätzlich hatten die TMS-Konfliktlotsen Plakate zum Thema entworfen, auf denen die Besucher eigene Aussagen zum Thema Krieg und Frieden formulieren konnten. Zwei Aussagen waren:

  1. „Menschliches Werden geschieht nur durch Begegnung!“
  2. „Der Krieg beginnt in den Köpfen und muss da enden. HEUTE NOCH!“

Besonders beeindruckend war für die Konfliktlotsen das Gespräch mit einem 78-jährigen Zeitzeugen, der geschrieben hat: „Der Krieg beginnt in den Köpfen! Frieden auch! Ein flüchtender Soldat legt einem 14-jährigen Jungen die die Hand auf den Kopf und sagt: Junge, nimm nie eine Waffe in die Hand! 1. Mai 1945 Güstrow in Mecklenburg.“ Nach dem Gespräch verriet der ältere Herr: „Dieser Junge war ich.“